EU AI Act: Risiko statt Buzzword
Die Regeln richten sich nach Rolle und Risiko eines Systems – nicht danach, ob im Marketing KI steht.
KI-Inhalte verändern sich schnell. Nächster planmäßiger Audit: 30.08.2026.
Der EU AI Act ordnet Pflichten risikobasiert. Verbotene Praktiken, Hochrisiko-Systeme, Transparenz und General-Purpose AI folgen unterschiedlichen Regeln und Fristen.
Nicht jedes KI-Tool ist Hochrisiko. Trotzdem bleiben Datenschutz, Urheberrecht, Arbeitsrecht, Produkthaftung und branchenspezifische Regeln parallel relevant.
Rolle vor Produktname
Anbieter, Betreiber, Importeur und Händler haben unterschiedliche Pflichten. Wer ein Modell in einen eigenen Prozess integriert, muss den konkreten Verwendungszweck betrachten.
Risiko vor Größe
Entscheidend ist, welche Wirkung das System entfaltet: etwa in Beschäftigung, Bildung, kritischer Infrastruktur oder Zugang zu Leistungen. Ein kleines Modell kann hochriskant eingesetzt werden.
Dokumentation ist Architektur
Inventar, Zweck, Datenflüsse, Verantwortliche, Freigaben, Vorfälle und Versionen müssen nachvollziehbar sein. Nachträgliche Papierarbeit ersetzt keine kontrollierbare Systemgestaltung.
Behauptung & Befund
Der Rechtsrahmen verbietet bestimmte Praktiken und reguliert andere Nutzungen nach Risiko.
Pflichten hängen vom Einsatz, den Daten, der Rolle und anderen Rechtsgebieten ab.
Quellen
- Regulation (EU) 2024/1689 – Artificial Intelligence Act Autor/Institution: Europäische UnionPublisher: Europäische Union
- AI Act: implementation timeline Autor/Institution: Europäische KommissionPublisher: Europäische Kommission
- Künstliche Intelligenz und Datenschutz Autor/Institution: BfDIPublisher: BfDI
- Künstliche Intelligenz: Risiken und Empfehlungen Autor/Institution: BSIPublisher: BSI
- Artificial Intelligence Risk Management Framework Autor/Institution: NISTPublisher: NIST







