Wir leben in einer Welt, in der jeder Recht hat, außer der, der wirklich recht hat. In der Menschen mehr Zeit damit verbringen, beleidigt zu sein, als sich zu fragen, ob die Beleidigung vielleicht ein Hinweis war und kein Angriff.
Trotzdem wählen wir nicht Zynismus, sondern Vernunft, weil jemand das Licht anlassen muss, während alle anderen diskutieren, ob Licht überhaupt existiert.
Wir unterscheiden nicht nach Hautfarbe, Sprache oder Religion, weil wir mit Händen, Füßen und Google Translate schon immer besser kommuniziert haben als mit Vorurteilen.
Wir beurteilen nicht, woher du kommst, sondern wie du dich benimmst. Wenn du dich benimmst wie ein Erwachsener, behandeln wir dich wie einen. Wenn du dich benimmst wie ein Problem, behandeln wir das Problem – nicht die Herkunft.
Wir sind weder links noch rechts, wir sind nicht mal mittig, wir stehen praktisch im Serverraum, schnell den Stecker in der Hand, bereit, die Realität neu zu starten, falls sie wieder hängen bleibt.
Wir glauben, dass Menschen verschiedene Meinungen haben dürfen, solange sie nicht verlangen, dass wir sie dafür feiern müssen. Und wir werden deine Meinung hören, auch wenn sie falsch ist.
Vielleicht irre ich mich, vielleicht irrst du dich. Statistisch betrachtet: wahrscheinlich beide.
Wir lehnen Extremismus ab, aber Diskussion nicht. Wir glauben an Kritik, ohne Krieg. Wir glauben an Fortschritt, ohne Kollateralschäden im Kommentarbereich.
Wir sagen, was ist, auch wenn alle lieber hören wollen, was gut klingt.
Wir teilen Wissen, weil wir wissen, wie es ist, wenn andere es nicht tun.
Wir helfen zuerst, diskutieren später und regen uns heimlich im Auto drüber auf.
Wir sind nicht neidisch auf Menschen, die mehr haben. Schön für sie. Sollen sie genießen. Wir gönnen, weil Neid Zeit frisst, und wir haben schon genug Meetings.
Wir glauben, dass Fehler menschlich sind. Nur Verschleiern ist Kunst. Eine Kunst, die wir ablehnen, weil wir keinen Sinn darin sehen, eine Lüge mit PowerPoint zu verpixeln.
Wir glauben daran, dass die Welt besser wäre, wenn mehr Menschen sagten: „War mein Fehler" und weniger sagten: „Ich wurde falsch verstanden".
Wir sind für Gleichberechtigung, weil man ganz simpel sagen könnte: Der Planet ist zu klein, als dass einer denkt, er sei der einzige darauf.
Kinder, Frauen, Männer, alle dazwischen, Menschen jeder Farbe, Art und Richtung haben dieselben Rechte. Punkt. Nicht Semikolon. Keine Fußnote.
Wir glauben nicht, dass Höflichkeit Schwäche ist. „Bitte" und „Danke" haben mehr Krisen gelöst als jede politische Talkshow. Und wer glaubt, Respekt sei verhandelbar, sollte zur Wirtschaft gehen, nicht zu uns.
Wir tun, was wir können, mit dem, was wir haben, für die, die es brauchen. Im Kleinen, weil das Große von allein nie kommt.
Und wenn es gar nicht geht, atmen wir tief durch, rebooten das System und fangen neu an.
Wir sind keine Helden. Wir sind Menschen. Mit Werkzeugkasten. Mit Geduld. Mit Standpunkt. Mit Humor, weil ohne Humor bist du in diesem Jahrhundert Freiwild.
So arbeiten wir. So reden wir. So entscheiden wir.
Nicht perfekt. Aber ernsthaft. Und hoffentlich mit WLAN.




