Das NAS war gekauft und sollte gemeinsame Dateien sowie Sicherungen mehrerer Windows-PCs aufnehmen. Der geplante Standardweg fiel aber aus: Auf der eingesetzten Synology DS223j steht Active Backup for Business nicht zur Verfügung.
Das bedeutet nicht, dass das Gerät für Sicherungen unbrauchbar ist. Es bedeutet nur, dass die Backup-Struktur anders geplant werden muss. In diesem Fall wurde die gemeinsame Ablage bewusst von den gerätespezifischen Sicherungszielen getrennt.
Kurz gesagt
- Vor der Planung muss geprüft werden, welche Pakete das konkrete NAS-Modell unterstützt.
- Synology Drive ist eine Synchronisationslösung und nicht automatisch ein vollständiger Ersatz für ein Windows-Systembackup.
- Gemeinsame Arbeitsdaten und PC-Sicherungen gehören in getrennte Freigaben.
- Auf den Windows-Rechnern wurden die gemeinsamen Daten als Laufwerk Z: und die jeweiligen Backupziele als Laufwerk Y: eingebunden.
Warum die ursprüngliche Idee nicht funktionierte
Synology verwendet dieselbe Bedienoberfläche auf vielen Geräteserien. Trotzdem unterstützen nicht alle Modelle dieselben Pakete. Wer nur eine allgemeine Anleitung liest, landet schnell bei einer App, die auf dem eigenen NAS gar nicht angeboten wird.
Im konkreten Fall fehlte Active Backup for Business. Auch Synology Drive löste die Aufgabe nicht vollständig. Eine Synchronisation hält Dateien auf mehreren Geräten gleich. Ein Backup soll dagegen frühere Stände, Fehlerfälle und eine Wiederherstellung abbilden. Das ist nicht dasselbe.
Die umgesetzte Struktur
- Gemeinsame Ablage definieren: Dateien, mit denen mehrere Arbeitsplätze täglich arbeiten, erhielten einen gemeinsamen Bereich.
- Backupziele pro Gerät trennen: Jeder Windows-PC bekam einen eigenen Zielordner. So überschreibt ein Rechner nicht die Sicherung eines anderen.
- Laufwerke eindeutig zuordnen: Z: stand für die gemeinsame Ablage. Y: führte zum jeweiligen Backupziel.
- Windows-Sicherung konfigurieren: Die Windows-Backups wurden auf die gerätespezifischen NAS-Ordner ausgerichtet.
- Zugriff prüfen: Jeder Rechner durfte seine vorgesehenen Ziele erreichen, ohne unnötig Zugriff auf fremde Sicherungen zu erhalten.
Was du vorab selbst prüfen kannst
- Öffne im Paket-Zentrum des NAS die Suche nach der gewünschten Backup-App.
- Prüfe das exakte NAS-Modell und nicht nur den Hersteller.
- Ermittle, wie viel Speicher die zu sichernden Rechner tatsächlich belegen.
- Lege fest, welche Daten gemeinsam bearbeitet werden und welche nur Sicherungen sind.
- Plane mindestens eine Wiederherstellungsprobe mit einer ungefährlichen Testdatei ein.
Das Ergebnis
Die Praxis erhielt eine funktionierende Trennung zwischen gemeinsamer Ablage und PC-Backups. Das vorhandene NAS konnte weiterverwendet werden. Entscheidend war nicht eine bestimmte App, sondern eine nachvollziehbare Ordner-, Rechte- und Sicherungsstruktur.
Wann du abbrechen solltest
- Wenn das NAS bereits einen Speicherpool- oder Festplattenfehler meldet.
- Wenn bestehende Sicherungsordner nicht eindeutig einem Rechner zugeordnet werden können.
- Wenn du alte Sicherungen löschen müsstest, um Platz zu schaffen, ohne ihren Inhalt geprüft zu haben.
- Wenn keine Wiederherstellung möglich ist oder das Backup wiederholt ohne klare Ursache abbricht.
Unser Ansatz: Vorhandene Hardware sinnvoll nutzen. Aber nur mit einer Struktur, die auch im Fehlerfall nachvollziehbar bleibt.
Hinweis: Ein NAS ist kein vollständiges Backup, wenn es die einzige Kopie enthält. Für wichtige Daten gehört mindestens eine weitere, getrennte Sicherung zum Konzept.






